21.02.2022

Ylenia, Zeynep und Antonia - Eine Bilanz

Gleich drei Sturmtiefs zogen seit Mittwoch bis einschließlich der vergangenen Nacht über NRW hinweg und hielten auch unseren Ortsverband in Atem. Insgesamt - besonders im Vergleich zu den Küsten Deutschlands - verliefen die Sturmnächte an Rhein und Ruhr zwar glimpflich, dennoch kam auch unser Ortsverband einige Male zum Einsatz.

Den Anfang machte am Donnerstagmorgen eine Alarmierung für unsere Bergungsgruppe im Auftrag der Stadtwerke Haltern am See. Nach einem Blitzeinschlag in einen Freileitungsmast war ein Gewerbebetrieb ohne Strom. Um den Mast auf matschigem Untergrund sicher zu erreichen, errichtete die Bergungsgruppe ein EGS-Gerüst, damit die Techniker der Stadtwerke Reparaturmaßnahmen durchführen konnten. Da der schwere EGS-Anhänger auf dem weichen Untergrund des Feldes, auf dem sich der Mast befand, kaum bewegt werden konnte, unterstützte der Radlader der Fachgruppe Räumen die Bergungsgruppe. Der Zugtrupp koordinierte währenddessen die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken. Weitere Unterstützung beim Bewegen der Fahrzeuge im Morast erhielten wir vom betroffenen Gewerbebetrieb und örtlichen Landwirten. An dieser Stelle herzlichen Dank!

 

In der Nacht von Freitag auf Samstag ging es dann stürmisch weiter. Aufgrund der Vorhersage massiver Orkanböen besetzte der OV ab ca. 16 Uhr die Unterkunft in Bereitschaft. Um kurz nach 20 Uhr kam dann der erste Einsatz, diesmal für unsere Fachgruppe N zusammen mit der Fachgruppe Räumen: Es bestand in einer Nebenstraße Gefahr durch umgestürzte Bäume und einer Überlandleitung. Nach der Begutachtung der Einsatzstelle wurde sich allerdings nur für Absperrmaßnahmen entschieden, da eine Einschätzung der Gefahrenlage aufgrund der Leitungen im Dunkeln nicht ausreichend möglich war. Es folgte eine weitere Anforderung für die Fachgruppe N: Ein Anwohner meldete einen Strommast der Deutschen Bahn, welcher in ein Haus zu stürzen drohte. Bei Ankunft zeigte sich, dass es sich um einen Oberleitungsmast der Stadtwerke handelte. Wir übernahmen die Einsatzstelle von der Feuerwehr, zogen die Fachgruppe Räumen hinzu und nach Abschaltung des Stromflusses durch die Stadtwerke wurde der Mast kontrolliert niedergelegt. Allein in dieser Nacht waren in Haltern 25 Unwettereinsätze mit insgesamt 114 eingesetzten Kräften (Feuerwehr und THW) gemeldet.

 

Die Nachwirkungen des Sturmtiefs erreichten uns dann am Sonntagnachmittag, als die Feuerwehr ein Fahrzeug mit Seilwinde alarmierte, da ein Baum auf die vielbefahrene Münsterstraße zu stürzen drohte. Dieser hatte sich in einem anderen Baum verfangen und musste aus diesem gelöst werden. Ein Team der Fachgruppe N, welches sich gerade an der Unterkunft befand, besetzte den GKW und unterstützte die Kameraden der Feuerwehr bei der Niederlegung des Baumes. Im Anschluss konnte dieser zerkleinert und die Straße wieder freigegeben werden.

 

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